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Blog dein Ding – Anfänger Grundwissen

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Hier kommt mein erster, bewusster Beitrag, für meine neue Kategorie „Für Blogger„. Und eigentlich frage ich mich, ob es mir überhaupt zusteht, darüber zu bloggen, denn meinen Familien Blog gibt es ja erst seit (ganz genau) einem Jahr. Ich bin also eigentlich selber noch Frischling, denke aber, ich habe einen ganzen Schwung in diesem Jahr gelernt, auch (und das war der Anstoss) wurde ich schon öfters gefragt „wie machst du das?!“. Man kann sich selber mit seinem Blog ja immer schlecht einschätzen, daher geb ich dir gerne meine Statistiken wieder, ich denke wir stehen mit Metterschling und Maulwurfn, im unteren Mittelfeld, aber das ist jetzt auch nur grob geschätzt, da kaum jemand seine Statistiken veröffentlicht. Was ich Quatsch finde, denn auch mit 5.000 Besuchern hatte ich zum Bsp. schon wunderbare Partner. Ausserdem sollte man immer daran denken: Man schreibt nur für die eine Person.

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Also; unser Blog verzeichnete auf der neuen URL im Oktober2016  33.509 Besucher, davon 27.338 Unit Visits (dh. einmalige Besucher). Sie alle haben sich in diesem Monat 127.065 mal durch den Blog geklickt. Sind im Schnitt 2 min geblieben, haben sich 3,8 Seiten angeschaut und 1,89% sind sofort nach dem ersten Beitrag wieder abgehauen.

Im Monat davor, auf dem „alten Blog“ waren es 37.300+ Besucher. Warum wir gefallen sind? Weil unser Blog umgezogen ist, und alles was man sich bis Dato aufgebaut hatte, war weg. Pinterest, Verlinkungen anderer Homepage’s, Blogger, usw. alles futsch #mimimi. Auch aus diesem Grund schreibe ich den Artikel, aus Fehlern lernt man ja bekanntlich, und wenn es die der anderen sind 😉

Wir fingen im November 2015 mit 3.140 Besuchern auf dem Familien Blog an, wie wir uns entwicktelt haben siehst du hier. Das ist das komplette erste Jahr auf dem WP.com Blog, bis zur ersten Oktober Woche, wo unser neuer Blog den Umzug hatte:

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Let’s go

Du möchtest also auch einen Blog aufbauen, weißt aber nicht wie du das ganze angehen sollst? Dann bist du jetzt hier richtig.

Das aller schwierigste ist immer, also wirklich iiiiiiiiiiimmer:

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Der Name

Egal in welcher Sparte du bloggst, das ist die Mammutaufgabe, alles andere kann man erlernen.
Analysieren wir mal Metterschling und Maulwurfn … es ist ein Name, der ist so banal einfach, das man ihn sich merken kann, sogar, wenn man nicht will. #ätschdibätsch. Zudem verbindet man es automatisch mit Kindern (Sprach Anfänge= süß) und man hat direkt ein Bild von einem Schmetterling und einem Maulwurf im Kopf.

Ich habe es also schon allein mit meinem Brand-Namen geschafft, dass du auf mich aufmerksam geworden bist, ohne dass du auch nur etwas von uns  gelesen hast. Ganz oft haben sich schon Leser, Bloggkollegen oder sogar Agenturen an mich gewendet und gesagt: So ein toller, witziger Name, der ist sofort aufgefallen.

„Metterschling und Maulwurfn“ gibt es so erst seit 2,5 Jahren, vorher bin ich ca 5 Jahre mit einem anderen Nick (aus zusammengewürfelten Namensanfängen meiner Kinder) rumgetümpelt. Diese Idee ist so „neu“, dass fast jeder 5. solch einen Nicknamen hat. Und dann wurd ich schwanger mit Aiden, … aber seine Initialen waren ja nun nicht im alten Namen. Also mußte ich ihn sowieso ändern. Ich habe wirklich Monatelang überlegt. Zig Namen aufgeschrieben, und wenn ich es mir am nächsten Tag schon selber nicht mehr ins Gedächtnis rufen konnte, dann hab ich ihn gestrichen.

Metterschling und Maulwurfn kam über Nacht. Ich wußte sofort: DAS ist er. Der Mann konnte sich den auch merken, also … perfekt ^^

Und seitdem geht es bergauf.

Es ist natürlich einfach zu sagen, dass viel am Namen liegt, aber es ist wirklich so. Wenn du nicht mit deinem Brand im Gedächtnis bleibst, dann wird es ein harter steiniger Weg. Sorry. #isso

Ein paar weitere Bsp, von Namen, die du kennst, weil sie so einfach sind:

Baby, Kind und Meer

Frau Mutter

Eltern.de

Apfelbäckchen

… du verstehst sicher, was ich meine. Suche dir einen Namen, der einfach, witzig, einzigartig ist. Im besten Fall noch SEO tauglich.

Ein wunderbares Bsp ist „Baby, Kind und Meer“ oder „Frau Mutter„. Jeder hat diese 5 Sachen schon gegoogelt, und das kommt auch den Blogs zugute.

Unterlasse aber Namen nachzumachen, also sowas wie „Baby, Kind, Meer und mehr“ oder „Frau Mama“ das wird dir vllt die erste Zeit Klicks bringen, aber im Grunde kannst du mit solchen Sachen nur verlieren, denn du hast direkt den Stempel „Nachgemacht“, „will sich an deren Erfolg hängen“… usw. Im schlimmsten Fall wirst du sogar abgemahnt.

Daher Google deinen Namen und recherchiere. Es gibt auch Seiten wie DPMA, wo du überprüfen lassen kannst, ob es diesen Namen schon gibt. Mach das bitte.

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Wenn du deinen Namen gefunden hast, dann solltest du dich auch schon gefragt haben:

1.“ Warum möchte ich überhaupt bloggen? „

Natürlich in erster Linie – hoffe ich- um dich mit der Welt auszutauschen. Aber (und das weißt du wahrscheinlich) man kann mit einem Blog auch Geld verdienen. Und ich rede nicht von Kleingeld, a’la Affiliate. Ich rede von mindestens 3 Stelligen Beträgen pro Auftrag. Um aber dahin zu kommen, braucht es Zeit, Know how und Hintergrundwissen und vorallem hochwertige Beiträge. Daher stelle dir, sobald du merkst, du LIEBST das schreiben, die Frage:

2. „Wo möchte ich in den nächsten Jahren stehen? „

Möchtest du vom Bloggen leben? Möchtest du dich weiterhin hauptsächlich austauschen? Möchtest du Dinge der online Welt beibringen, die du besonders gut kannst, und dafür auch weniger verdienen? Möchtest du nur einen kleinen Nebenverdienst?

Wenn du weißt was du möchtest, dann entscheide dich:

3. „WO möchte ich bloggen? „

  • für private Zwecke, ohne den Willen (voll) vom Bloggen leben zu wollen, reicht ein Baukasten System (eventuell auch mit gekaufter URL).
  • Wenn du professioneller bloggen möchtest, dann hoste besser selber. Bei WordPress.com zum Bsp. hast du keine Möglichkeit auf Analytics zu zugreifen, ausser du bezahlst sehr viel Geld (um die 300€/Jahr – was am Anfang und ohne Einkommen wirklich viel ist) und auch habe ich festgestellt, sind manche Themes mit einigen Browsern inkompatibel sind, so wurden bei uns, über Safari, ganze Seiten nicht angezeigt. Natürlich kommt dann noch der ganze Technische Kram dazu, aber so viel kann ich dir versprechen: Auch bei selbstgehosteten Blogs mit WP.org  hast du das selbe Dashboard wie bei Wp.com. Du solltest dich also ziemlich schnell zu Recht finden, wenn du vorher auch schon WordPress.com hattest. Das ist aber ein anderes Thema.
  • Domain (das was oben in der http Zeile steht). Wichtig, wenn du als professioneller Blog durchgehen möchtest. Zumindest sagt man das. Ich für meinen Teil habe keinen Unterschied zwischen wp.com und der eigenen Domain bemerkt. Es ist immer noch der Content (also das, WAS  du schreibst) wichtiger, als eine schöne Adresse 😉 Auch für Google. Mit meiner alten WP.com Adresse stand ich auch auf den ersten Seiten von Google. Also laß Dich nicht davon verrückt machen. 😉

 

Wenn das für dich klar ist, wo du bloggen möchtest, dann kann es losgehen. Also praktisch.

Auch wenn du irgendwann mal vom Bloggen leben möchtest, ist es ein harter, steiniger, müüüüüüüüüüüüühsamer weg. Jeden Tag kommen tausende von neuen Blogs, gegen die Du dich durchsetzen musst. Wie das funktioniert?

Mit Ausdauer. Im Beitrag „So wirst du erfolgreich… bla!“ habe ich dir schon die 4 wichtigsten Dinge geschrieben. Die meisten Agenturen werden dir auch erst eine Anfrage schicken, wenn es deinen Blog schon mindestens ein Jahr gibt (es gibt Seiten, die deinen Blog auslesen können) . Das ist nicht diskriminierend, dass hat Sinn. Und zwar den, dass man sieht, wie wichtig dir das Bloggen ist. Aber auch, wie Google dich in diesem Jahr einordnet. Ob du dir eine kleine Gemeinde aufgebaut hast und wie du durchhälst. Bloggst du mal 2 Wochen lang jeden Tag 3 Artikel, und dann wieder 3 Wochen gar nichts? Das kann nicht funktionieren. Daher kommen wir zur nächsten Frage, oder eher Aufgabe:

4. Mach dir einen Blog Plan.

Du brauchst am Anfang noch nicht mal einen perfekten Wochenplan, aber du solltest wissen: Wie oft möchtest du in der Woche bloggen? Immer Dienstags und Samstags? Dann halte dich daran. Das ist wichtig für deine Leser (sie wissen dann, wann sie bei dir vorbeischauen können) aber vor allem: für dich. Du bekommst Routine ins Bloggen. Auch wenn du mal 13 Artikel fertig hast, lass sie ruhen, stell nich alle auf einmal ein. Lese sie eine Woche später noch einmal, und schau, ob dir dazu noch etwas einfällt. Oder ob du Rechtschreibfehler findest. Oder, ob es auch in einer Woche noch zu Dir paßt. Das ist wie beim Klamotten kaufen: Wie oft kaufen wir etwas, ohne das wir es brauchen, und wir es nie anziehen werden. Und dann gibt es Teile, da denkt man noch ein Jahr später daran: „Ach Mensch, hätte ich das mal gekauft!“ So ist es mit Artikel auch, gerade mit Beiträgen, die sehr emotional sind. Welche GRUNDSÄTZE hast du? Wieviel privates möchtest du erzählen? Namen? Gesichter? Ja? Nein? Überlege bevor du deinen ersten Beitrag veröffentlichst.

Möchtest du über deinen Nachbarn herziehen? Oder auf die Schule deiner Kinder schimpfen? Tu das nicht. Niemals. Grundsatzregel Nr 1:

Was einmal im Netz ist, ist für immer drin. Überlege 2x ob du etwas veröffentlichen möchtest.

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5. Informiere Dich: Gesetze

Ausserdem gibt es Gesetze. Es gibt zwar die Journalistische Pressefreiheit, aber es gibt auch Gesetze bzgl Rufmord, Namensnennungen, wo darf man Fotos machen, was darf man überhaupt veröffentlichen?

Kurz gesagt: Du darfst keine Namen oder Orte nennen, wenn du etwas Negatives schreibst, ODER du keine Genehmigung (am besten Schriftlich) hast. Auch darfst du nur zitieren oder Textpassagen kopieren, wenn du die Quelle nennst. Genauso verhält es sich mit Fotos, Grafiken, Bilder … die du nicht gemacht hast. Möchtest du Bilder oder Texte verwenden, die nicht von Dir stammen? Hol dir eine schriftliche Genehmigung oder mach es selber. Es gibt sogar Unterlassungen, Fotos von einigen öffentlichen Orten zu posten.

Lästern sollte man generell im Netz lassen. Das kann ganz schnell zu einer Klage führen. Oder privater Ärger mit den Nachbarn, oder der Schule. 😉 Du weißt nie, wer alles mitliest.

Impressum, Datenschutz, Haftungsausschluss: brauchst du. Es ist in Deutschland nicht rechtens seine Adresse zu verschleiern. Auch nicht zum Schutz der Kinder. Dann blogge lieber gar nicht. Solche Aussagen von einigen Bloggern finde ich sehr suspekt. An dem Tag, wo du dich dafür entschieden hast, über deinen Familie zu bloggen, ein Foto deiner Kinder einzustellen (auch privat), da hast du stillschweigend eingewilligt, dass die Welt deine Kinder kennenlernen darf. Das es die Impressums Pflicht gibt, musst du wissen, da kannst du nichts dran ändern. Auswandern vllt, ja. Aber das wäre ein wenig zu viel verlangt…

Also: Blogge mit Impressum oder blogge gar nicht.

Jetzt stellt sich, für den Anfang, nur noch die Frage:

6. „Worüber möchte ich bloggen?“

Du hast mit Sicherheit etwas zu erzählen; Du kannst super gut mit Holz arbeiten? Du backst für dein Leben gern? Du hast eine Krankheit, die du bekämpfen möchtest? Du schreibst Gedichte? Du hast eine Leidenschaft, die du durch das bloggen ausbauen möchtest. Weil du Gleichgesinnte suchst? Das ist der Sinn vom bloggen. Leute; Leser zu finden, die die gleichen Interessen haben wie du, damit baut sich alles auf. Das ist dein Grundpfeiler.

Aber jeder gute Blogger braucht auch „Standard“ Beiträge, die immer wieder, Jahrelang von ganz alleine aufgerufen werden. Beim nähen sind es Free Schnittmuster, Anleitungen, auch im Bereich DIY. Es sind Rezepte, die jeder kochen kann, wie Pasta. Es sind Kinder DIYs, mit Haushaltsmitteln, weil man die zuhause hat. Es sind, … die einfachen Dinge.

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Wenn du deinen Blog gefunden hast (also Baukasten System oder selbstgehostet) dann:

7. Design dein Ding

Es gibt unzählige free Themes, oder aber auch wunderschöne bezahlbare und aber auch sauteure Themes. Profis machen selber, die mit Startkapital lassen machen. Egal zu wem du gehörst: mach DEIN ding. Mache keinen nach. Überlege was du schön findest, nicht was andere gut machen. Schau dich um, was funktioniert, aber bau keinen Blog nach. Das ist wie mit dem nachgemachten Namen 😉

 

Fassen wir also mal kurz zusammen, Mutti muss weg:

Bevor du mit deinem Blog richtig startest, solltest du dir bewusst sein unter welchem Brand du zu finden sein willst, wo du in den nächsten Jahren stehen möchtest. Allein deshalb, um einen ätzenden Blogumzug zu entgehen, und du dich bei Google wieder neu positionieren musst. Glaub mir #mimimi

Such dir dein perfektes System.

Du musst wissen, worüber du bloggen möchtest, wie oft, und warum überhaupt. Am allerwichtigsten sind die Gesetze, denn das Netz ist voll mit Neidern. Leider.

 

Wenn du wissen möchtest, wie man am besten schreibt, dann schau gerne bald wieder vorbei.

 

Ich hoffe, ich konnte dir schon ein wenig helfen, falls du hierzu noch Fragen hast, dann melde dich gerne. Was Gesetze usw. angeht, diese werde ich NICHT näher erläutern, denn kein Blogbeitrag ist so aktuell wie das Gesetz von HEUTE. Ausserdem ist es immer empfehlenswert, wenn du selber recherchierst. Keiner wird für dich haften. Niemals.

7 Gedanken zu „Blog dein Ding – Anfänger Grundwissen

  1. Wow, das sind aber krasse Zahlen, im positiven Sinne! Wie konntest du denn ganz am Anfang schon 3000 und Besucher haben??? So viel hab ich ja jetzt noch nicht mal. Den Trick musst du mir mal verraten. Auch hätte ich gerne ein paar Tipps gesehen, wie du nun wirklich so gewachsen bist. Vielleicht kommen die ja noch 🙂
    Bis dahin liebe GRüße,
    Janina

    1. Hy 😊
      Ich hatte vorher eine kleine reine Näh Gemeinde. Wie das alles funktioniert, kannst du gerne, in der nächsten Zeit, hier Stück für Stück lesen. Da muss man leider etwas weiter ausholen 😉

  2. Liebe Nancy,

    vielen Dank für Deine Offenheit! Ich gehöre ja zu den Lesern, die gleich nach dem ersten Beitrag bei Dir hängen geblieben sind und per Mail alle Deine/Eure Beiträge lesen. Daher wundern mich Deine tollen Zahlen nach so kurz Zeit nicht 😉 Trotzdem staune auch ich, dass ein solcher „Raketenstart“ heute noch möglich ist und freue mich schon sehr darauf hier noch mehr von Dir übers Bloggen zu lernen.

    Liebe Grüße
    Lotti

    1. Hy liebes <3 Danke für dein Kompliment 🙂 Aber auch ich hätte damit niemals gerechnet. Gerne teile ich meine Erfahrungen, denn es gibt nicht nur genügend Blogs im Netz, sondern auch mehr als genug Leser. Und die kann einem keiner "wegnehmen" 😉 Ganz liebe Grüße (Deine Mail habe ich übrigens bekommen, hatte aber noch keine Zeit zu antworten - SORRY )

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