Der große Sack Reis – Gedankengrütze einer Essgestörten

Heute köchel ich auf Sparflamme. Und wie es Helge Schneider schon so toll formuliert hat. Baby, Baby, Baby, Baby, es gibt Reis! Frisch in China umgefallen.

Wie könnte es mir den schmecken? Möchte ich nicht vielleicht nur dumme Grütze? Oder einfach meinen Senf dazu geben? Was steht denn auf der Karte?

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Kuddelmuddelsuppe

Einheitsbrei an Verbalkeule , als Beilage Trauerklöße

senfiges GefühlsduselEi mit Couchkartoffelpüree

Frosch im Hals an Kabelsalat

Rückwärtsrollen mit den Früchten des Purzelbaums

Klingt lecker… Nehm ich! Mir ist generell nach – Friss alles in mich rein.

Jedes Häppchen wird mit der Gabel zum Mund geführt. Alles aufessen! Das lernt man schließlich schon als Kleinkind. Auch wann mein Bauch voll ist und ich fast platzte. Auch, wenn ich an allem übersättigt bin, muss doch noch der letzte Krümel aufgesaugt werden. Auch, wenn es mir nicht schmeckt. Auch, wenn es gar nicht von meinem Teller ist.

Ich fresse schiefe Blicke, mampfe schlechte Stimmung, sauge böses Blut und verspeise schlechte Meinungen zum Frühstück. Bis mein desolates Bauchgefühl wegen akutem Magenulkus (klingt lustig, ist es aber nicht) versagt. Weg. Fern. Tief. Vergraben. Alles was bleibt…. ein letzter stiller Gedanke. ‚Liebe Dana, ich bin in dann mal weg, weg, weg…, es liegt nicht an dir! Es liegt an mir. Du bist nicht das Problem. Wir haben uns in verschiedene Richtungen entwickelt. Es passt nicht mehr. Ich brauche ne Auszeit. Ich habe dich nicht verdient. Du hast mich nicht verdient. Schau mal ein Komet… Lass uns Freunde sein! Wenn Du dennoch etwas brauchst, frag dein Herz, dass weiß häufig weiter. Der Kopf hat meistens auch ne Meinung. Nur eben ne völlig Andere. Nicht immer richtig, aber doch besser als nicht’s. Nicht, Nichts! Alles besser als so.‘

Wie finde ich mein Bauchgefühl wieder? Gibt es darüber einen Beziehungsratgeber? Wie geht es jetzt weiter? Oder ist ES nur zu still und ich kann es nicht hören? Spricht es eine andere Sprache. Leben wir auf fremden Planeten? Ist es begraben unter Essensresten? Wie konnte das nur passieren?

Guten Appetit! Es ist angerichtet. Welche Gabel nehme ich? Von außen nach innen. Bloss nicht die Reihenfolge verwechseln. Und was passiert, wenn doch? Muss ich ohne Nachtisch ins Bett? Kommen die Wollmäuse unter dem Sofa hervorgekrochen und fressen mich auf? Erdrücken mich Zweifel? Übermannen mich die tiefen Emotionen?

Der Nachtisch ist doch das Beste. Ich sollte eigentlich immer mit dem Dessert anfangen! Eine süße Belohnung für all die Steine im Bauch. Süße Worte, sanfte Augenblicke, Innere Ruhe, keine Zweifel, losgelassen Lachen. Warum kommt das Beste immer am Schluss?

Ich nehme zweimal die Mouse mit Leichtigkeit an Tatendrang. Dazu bitte noch eine Portion positives Gefühl, schöne Erinnerungen. Die Kitzelbeeren mit Ulknudeln klingen aber auch sehr lecker! Bauchgefühl? Hörst du mich? Was meinst du? Wollen wir zwei von den guten Sachen direkt die doppelte Portion nehmen. Heute möchte ich es mir richtig gut gehen lassen. Heute möchte ich mich nicht an Nebensächlichkeiten aufhalten. Und morgen werde ich versuchen in Kleinigkeiten das Gute zu entdecken. Ich werde mir nicht jeden ollen Knochen, der mir zugeworfen wird, für später verbuddeln. Werde ich nicht. Ich bin der Nachtisch!!!!

Worauf ich eigentlich hinaus möchte…

Meine ganz spezielle Ernährungsphilosophie

Iss nur das, was dir schmeckt und den Rest spuck aus! Man muss nicht alles schlucken. Wenn es Bauchschmerzen macht, dann war es nicht das Richtige. Pick dir auch mal die Sahnestücke raus. Löffel nicht die Fehler anderer aus. Kaue genug damit die großen Brocken besser runterrutschen. Koche nicht vor Wut, koche aus Leidenschaft. Halte deinen Bauch vor Lachen und nicht vor Schmerzen. Genieße!

Und um nun den passenden Abschluss zu finden, sage ich es in Helge’s Worten

Ich weiß, du findst mich scheiße, doch komm heut Abend zu mir!
Es gibt was leckeres zu essen.
Ich habe eingekauft, ich habe eingekauft!
Ich habe etwas leckeres eingekauft:
Es gibt Reis!
Es gibt Reis!
Es gibt Reis!
Baby, Baby, Baby, Baby, es gibt Reis.
Dazu kannst du wählen eine Beilage, entweder kleine Möhrchen oder Erbsen aus dem Glas.Lecker, lecker, Baby, es gibt Reis!

Ich koch, ich koch, ich koch, ich koch, ich koch, ich koch
für dich ein einziges Mal, ab dann bist du dran.

Alles hat ein Ende nur die WURSCHT hat zwei, jawohl mein Schatz es ist vorbei. Doch du musst nicht traurig sein, ich habe gekocht. Es gab Reis und DU wäscht ab!

In hungriger Liebe – Dana

Übrigens: passende Reis- und Grütze Rezepte kann ich natürlich auch aus der Hose schütteln. Den passenden Senf gebe ich noch dazu!

 

 

 

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