Liebe fürs Leben – Von Haustieren und Kindern und warum man sich das besser 2 mal überlegen sollte

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Seitdem ich denken kann, hatten wir Haustiere. Eher gesagt Hunde. Wir hatten Boxer. Die sind ja nun nicht gleich „Hund“, sondern eher bekloppter Lebenspartner mit dem Hang zum Kuscheln, Ablecken und Auf-dem-Schoß-sitzen-wollen. Liebevolle treue Trampeltiere eben. Das sind auch die Hunde, die du 37 mal rufen kannst, und nichts tut sich, aber wehe du machst ganz leise den Kühlschrank auf.

Ich liebe Tiere, und daher bin ich ganz begeistert von der Aktion „Liebe fürs Leben„, die ich euch am Ende etwas genauer vorstellen möchte.

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Ich habe schon sehr früh gelernt, wie man mit Tieren umgehen muss, dass sie Hunger haben, dass sie raus müssen, das sie spielen und gefördert werden wollen.

Und weil ich das wußte, habe ich mit 3 oder 4 Jahren einen Hasen zu Ostern bekommen. Ich weiß noch nicht mal, ob ich ihn wollte, oder ob der Osterhase eines seiner Kinder einfach bei mir vergessen hatte. Er (oder sie?!) hieß Moppi. Moppi stand bei uns im Stall, war also kein richtiges Haustier in dem Sinne, aber ich hatte die Verantwortung.

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Klar hab ich es ganz oft gestreichelt, meinen Freunden stolz gezeigt und auch mal gefüttert, wenn meine Mutter mir das sagte. Sauber machen war da schon eher etwas, wovor ich mich gedrückt habe. Stinkt ja total, so ein Hasenstall. Ich kann mich auch nur noch dunkel erinnern, aber ich geh einfach mal davon aus, dass ich den nicht regelmäßig gefüttert, oder gesäubert, oder mit dem gespielt habe, aber ich hatte mein eigenes Haustier. Darauf war ich stolz. Aber hatte auch, wahrscheinlich, ziemlich schnell kein Interesse mehr an ihm. Es ist halt kein Spielzeug.

Ständig kamen meine Eltern und meinten sowas wie: „Nicht so dolle“, „Das kannst du nicht mit dem Hasen machen“, „Paß auf“. Bla, laber, raber…

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Das Ende vom Lied?

Er verstarb, weil keiner Zeit für ihn hatte.

Das hat mich so mitgenommen, dass ich seitdem ganz anders mit Tieren umgehe.

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Meine Kinder dürfen zum Beispiel keine Käfer zerquetschen oder Regenwürmer durchschneiden, auch wird auf keine Schnecke getreten oder werden Tiere gequält (ausgenommen Spinnen … räusper). Mir war von Anfang an wichtig, dass meine Kinder Tiere respektieren, schätzen und mit Hochachtung behandeln.

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Ganz oft denkt man ja auch wenn die Kinder sich ein Tier wünschen, „Oh toll, es weiß was auf ihn zu kommt“ oder man denkt – und das wohl schon eher „Boa, nee, ICH bin die, die sich dann darum kümmern muss. Das kannste mal schöööööööööööööÖÖÖööööHöööön vergessen, mein liebes Kind!“

Und ja, auch wir hatten schon andere Haustiere, als unsere Dicke. Wir hatten einen Wellensittich, wir hatten kleine Hasen (die 2 „Brüder“ haben dann auch komischerweise Nachwuchs gehabt… hmpf), wir hatten Meerschweinchen und wir hatten Katzen. Alles in  einer relative kurzen Zeitspanne, weil es einfach nichts für uns ist. (Sie durften in ein neues Zuhause, welches wir gut ausgesucht haben)

Momentan wollen unsere Kinder mal wieder Fische. Ich mein FIIIIIIIIIIIIISCHE.  -.-

Fische hatte meine Mutter auch mal, als ich klein war.

Allein das Säubern und, dass du einfach absolut nichts mit so einem Fisch machen kannst, läßt mich ein „Neeee-eeeeiiiiiiiiiiinnnn!!!“ im Dauermodus sagen.

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Wir haben einen Hund, das ist das richtige Tier für uns. Unsere Dicke paßt einfach perfekt zu uns. Sie ist groß genug, damit man sich auch mal aus Versehen drauf setzen könnte, auch als Kissen eignet sie sich super. Mit ihr kann man spielen, und toben, sie ist kuschelig und freut sich extrem, wenn wir nach Hause kommen. Sie liegt aber auch gerne stundenlang auf dem Sofa ( ja, das darf sie), ohne was zu wollen. Paßt auf die Kleinen auf, merkt wenn es uns mal nicht so gut geht, und freut sich, wenn sie mit uns in den Urlaub kann und überhaupt. Perfekte Knutschnase.

Sie reicht.

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Aber wie das so ist, hören die Kids nicht gerne auf Mama und Papa. Wenn sie gerade bei Freunden waren, die ein Meerschwein haben, dann wollen meine grundsätzlich auch ein Meerschwein. Wenn sie bei Kumpels waren, die einen Wellensittich haben, dann… wollen sie grundsätzlich auch einen Wellensittich. Das der im Fünf-Minuten-Takt alles vollkackt, ist ihnen egal. Dann (in Verhandlungsgesprächen) wollen sie auch regelmäßig und „ganz bestimmt immer“ ihre Zimmer sauber machen. HAHA – ja, nee.

Nur das Argument mit „dem Hund und dem Fressen“ überzeugte. (Würde sie natürlich -wahrscheinlich- nicht machen, aber irgendwie muss ich sie ja davon überzeugen, dass es keine gute Idee ist).

So, und wenn sie bei den Nachbarn waren, die eine Katze haben, dann… du ahnst es: wollen sie eine Katze. Besser zwei, dann ist sie nicht so allein (blöd sind sie  ja nicht, näch) .

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Du merkst also worauf ich hinaus will: Kinder wollen immer (mindestens 3x im Jahr) ein Haustier und wir Eltern sind entweder die Bösen (weil wir „NEIN“ sagen) oder die Dummen, weil wir zustimmen und uns dann drum kümmern müssen. Weil die Kids einfach nicht wissen, was für eine Arbeit und Verpflichtung solch ein Tier macht, egal welches. Woher sollen sie das auch wissen? Meist glauben sie ja auch noch an den Weihnachtsmann. Manchmal kann es sogar funktionieren, aber ich würde mich jetzt mal weit aus dem Fenster lehnen und schätzungsweise auf 85%: „Verdammt, warum hab ich das Erlaubt“ tippen.

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Deshalb möchte ich zu gern die Aktion „Liebe fürs Leben“ unterstützen.

Diese Aktion ist kostenlos,  findet bei allen Grundschulen statt, die Interesse daran haben und wird vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) und PURINA  durchgeführt. Die Initiative „Liebe fürs Leben – Tierschutzunterricht für Grundschüler“ wurde ins Leben gerufen, weil Kinder die Tierbesitzer von morgen sind. PURINA und die Tierärzte möchten der nächsten Generation möglichst früh Respekt und Verantwortung gegenüber Tieren vermitteln. Das find ich großartig und hoffe, dass ganz viele Grundschulen da mitmachen.

Die Aktion ist kostenfrei und geht über mehrere Unterrichtsstunden. Wenn man als Lehrer Interesse daran hat, dann braucht man sich dort nur via Mail oder Telefonisch zu melden und einen Termin mit den Organisatoren von „Liebe fürs Leben“ machen, dann kommen die Tierärzte und Lehrer in die Schulen und unterichten.

Toll würde ich es auch finden, wenn Eltern es den Lehrern ihrer Kinder erzählen, auch ich werde es in unserer Grundschule vorschlagen, denn ich denke, gerade jetzt vor Weihnachten ist es eine sehr wichtige Maßnahme, damit nicht wieder nächsten Sommer viele, viele Tiere ausgesetzt und/oder ins Tierheim gebracht werden.

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Zur Webseite von Liebe fürs Leben.

Wenn schon ein Haustier, dann richtig machen,

denn es gibt nichts Schöneres, als mit Tieren aufzuwachsen. <3

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