ArtikelErziehen auf Augenhöhe

Warum gibt es den Erziehungsratgeber im Blog?

„Erziehen auf Augenhöhe“

… noch ein Ratgeber?

 

Um eines klar zu stellen: Ich bin mir sicher, dass jedes Elternteil, jeden Tag sein bestes gibt. Egal ob Vollzeit-arbeitend, oder Vollzeit-Mutter, oder halbtags beides – jede Familie findet ihren eigenen, richtigen Weg, den es zu akzeptieren gilt, egal ob es einem selber paßt, es für einen unvorstellbar wäre oder man denkt, es kann so nicht funktionieren.

Hilfeschreie überall…

Trotzdem gibt es genug Hilfeschreie, Tipps, Anregungen und Erziehungsmethoden im Netz, wo jeder über alles motzen kann (und tut), und das beinahe anonym.

Es wird über Kinder und deren Eltern geschimpft, jegliche Erziehungsformen werden in Frage gestellt und für alles gibt es pro und contra Debatten. Und generell bekommt man schnell das Gefühl, das man als Mutter sowieso alles falsch macht. Schnell war ich (schon bei Kind 1) verwirrt was man denn nun in bestimmten Situationen, wie der Trotzphase machen sollte. Trotzen lassen und ignorieren oder in Arm nehmen und versuchen es zu erklären? Es gibt noch Möglichkeiten wie festhalten, wenn das Kind sich wehrt oder einfach raus gehen, damit Nerven geschont bleiben. Auch bestehen einige darauf, dass Grenzen gesetzt werden, andere setzen sich einfach daneben und halten aus. Was ist nun das richtige?

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Meine Erfahrung als 4-fach Mutter

Glaub mir, nach 4 Kindern hab ich eine Menge Zeugs gelesen, 13 Jahre lang hab ich so ziemlich jeden Vorschlag – sei es aus Foren, aus Zeitschriften oder aus dem Internet allgemein, durchgelesen. Manches half, vieles war für uns komplett unbrauchbar aber eines hab ich gelernt:

Es hat mich alles dermaßen verwirrt, dass ich mein Bauchgefühl verlor.

Außerdem weiß ich jetzt – nur weil „Ratschlag 1“ bei Kind 1 funktioniert hat, heißt es noch lange nicht, dass es bei Kind 2 und 3 funkioniert. Bei Kind 4 vielleicht wieder, aber die anderen Kinder hatten in dem Alter halt dann andere Bedürfnisse.

Schon allein aus diesem Grund, weil ich weiß, das KEIN Kind so ist wie das andere, würde ich mir niemals anmaßen, dir zusagen was du zu tun und zu lassen hast und wie du besser erziehen könntest. Was ich möchte, ist etwas ganz anderes.

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Mein damaliges ICH

Ich für meinen Teil war vor ein paar Jahren in einer Sackgasse. Ich habe, wie gesagt, vieles von den Erziehungsratgebern angenommen und durchgesetzt – mindestens aber einiges versucht und mal drüber nachgedacht, und habe mich dabei verloren.

Ich stoß mit der Zeit auf immer mehr Gegenwehr, auch wenn es nicht im Ausmass von extrem Trotzen und Gewalt war, (so wie man es aus Kinder Boot Camp Serien kennt) aber ich merkte: wenn ich jetzt nichts ändere, dann werde ich wahrscheinlich irgendwann die Bindung zu meinen Kindern verlieren. Das wollte ich nicht. Durch meine eigene besch…eidene Kindheit reflektiere ich meine Erziehung beinahe täglich, was zum Teil sehr anstrengend, aber auch sehr hilfreich ist um meine Kinder immer wieder neu zu verstehen.

Auch merkte ich, dass ich mich durch „das macht man aber so“ selber immer mehr unter Druck setzte und war fast pausenlos genervt – und war vor allem fast durchweg angespannt.

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Mein heutiges ICH

hat den RESET Knopf gefunden. Ich bin so glücklich wie schon lange nicht mehr, ich bin frei und offen für neues. Ich kann wieder genießen und freue mich darüber, dass meine Kinder Spaß daran haben in der dreckigen Pfütze zu springen, statt darüber nachzudenken wie ich das wieder sauber bekomme und ob sie dadurch vielleicht krank werden könnten.

Ich habe meinen Weg gefunden und das mit 4 Kindern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und wir sind nun endlich alle zufrieden. Auch, weil wir nicht täglich Streitereien um Kleinigkeiten haben.

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Die „Erziehungs“ Reihe in meinem Familienblog

„was will die Olle also damit bezwecken?“ Eines auf jeden Fall nicht: Eure Kinder erziehen. Oder euch sagen, was ihr zu tun habt, denn das ist Schwachsinn. Ich bin davon überzeugt, dass jeder von Natur aus weiß, was sein Kind braucht. Leider läßt sich der Mensch schnell – auch unbewusst – beeinflussen und schwimmt, auch weil es manchmal einfacher ist, gerne mit, statt gegen den Strom.

In meinem Blog schreibe ich nun auch mal meine Erfahrungen und Gedanken zu dem Erziehungsding nieder, vor allem aber für mich.
Nicht (nur) für dich. Nicht um dich zu manipulieren. Nicht um dir ein schlechtes Gewissen zu machen. Nicht um dir zu sagen, was du machen sollst, nein.

Nur für mich, damit ich auch an schlechten Tagen, wenn ich in alte Muster falle, Kraft tanken kann, und ich sehe, das es anders geht.

Indem ich mehr auf mich achte, mich mehr annehme, ich mehr auf mein Bauchgefühl höre und die Leute reden lasse, denn sie leben nicht mein Leben, und das sollte mir egal sein. Manchmal aber lasse ich mich aber doch unter Druck setzen, das passiert von ganz allein, und dann verliere ich mich. Weiß nicht mehr was ich wirklich möchte, und weiß dann aber, ich kann nachlesen. Nachlesen, dass das was ich tue, solange ich 100% damit zufrieden bin, richtig ist.

Und genau das wünsche ich allen Müttern & Vätern: Zufriedenheit, Glück und dass sie sich selber vertrauen.

 




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